GFGB

Die GFGB – Gesellschaft zur Förderung der Gehörlosen in Berlin e.V.
wurde 1972 gegründet und ist ein anerkannt gemeinnütziger Verein.

Unser Verein, bestehend aus tauben, hörgeschädigten und hörenden Mitgliedern, hat sich zur Aufgabe gemacht, die Interessen der Gehörlosen in Berlin zu vertreten. (Die GFGB ist Gesellschafterin der Sinneswandel gGmbH.)

Unsere Hauptaufgaben:

  • Die Verwaltung und der Erhalt des Gehörlosenzentrums in der Friedrichstraße 12 in Berlin-Kreuzberg als Kultur- und Begegnungsstätte für taube und hörende Menschen.
  • Raumvermietung,- und Reservierung
  • Kostenlose Sozialberatung für taube und hörgeschädigte Personen in Gebärdensprache


Rückblick

Der Beginn in einem ehemaligen Schusterladen in Neukölln

Es waren vier Väter von gehörlosen Kindern (Herr Springer, Herr Reuschel, Herr Rinkel und Herr Hoffmann), die wissen wollten, wie die Zukunft ihrer Kinder aussehen könnte und wie erwachsene, gehörlose Menschen leben. Bisher hatten sie noch keine Kontakte zu gehörlosen Erwachsenen.

Die vier Väter suchten den damaligen Verband zur Förderung der Berliner Gehörlosen e.V. auf, der seinen Sitz in einem ehemaligen Schusterladen in der Emser Straße in Berlin-Neukölln hatte. Hier haben Herr Reifke, Herr Enke und Herr Förster regelmäßig Beratung für gehörlose Menschen angeboten.

Die Verständigung zwischen den gehörlosen Verbandsmitgliedern und den hörenden Vätern verlief problemlos, obwohl die Hörenden zur damaligen Zeit noch keine Gebärdensprachkenntnisse hatten.

Sie erzählten von ihren Plänen, einen Verein gründen zu wollen. Der Verein sollte das Ziel haben, ein Gehörlosen- Zentrum zu errichten.

Auf dieses erste Treffen folgte eine jahrzehntelange, vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Am 19. April 1972 wurde die Gründung der Gesellschaft zur Förderung der Gehörlosen in Berlin e.V. (GFGB) beschlossen.

Zu den Gründungsmitgliedern gehörten neben Herrn Reifke und Herrn Enke noch sieben weitere Gehörlose sowie fünf hörende Väter, Herr Grieger als Kind gehörloser Eltern (CODA) und der damalige Stadtrat vom Bezirk Kreuzberg, Herr Gerhard Schulze.

Ziele der GFGB damals waren:

  •  Eltern und Kindern (gehörlos oder hörend) die Möglichkeit geben,
    sich auch außerhalb der Gehörlosenschule auszutauschen
  • Erwachsenen Gehörlosen in allen Lebenslagen Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten
  • Verständnis wecken bei Außenstehenden für die Behinderung Gehörlosigkeit
    (damals noch Begriff „Taubstumm“)
  • Errichtung eines Kultur- und Freizeit – Zentrums für Gehörlose und Hörende